Selbstverständnis
Schulen gelangen nicht durch Verordnungen in den Stand der Eigenverantwortlichkeit. Sie müssen wachsen und reifen, brauchen für einen solchen Prozess Zeit und Unterstützung. Schulleitungen fühlen sich beim Übergang zu einer von Selbstverantwortung geprägten Kultur unter Umständen in der Phase der Desillusionierung und Entmutigung allein. Schulleitung sein ist zwar ein Stück Einsamkeit. Das muss man annehmen wollen. Aber andere um uns herum haben mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Führungskräfte können in dem Veränderungsprozess nicht die ganze Last der Verantwortung alleine tragen, aber auch nicht den Mitarbeitern aufbürden.
- Was können Schulleitungen tun, um gemeinsam andere Wege zu finden und zu erfinden?
- Wie kann man sich für neue Arbeits- und Leitungsaufgaben qualifizieren?
- Wie können wir in Schule ressourcenorientierte Lösungen „erfinden”?
Systemisches Denken und Handeln ist vom lösungsorientierten Ansatz geprägt. Dabei spielt die Gestaltung der Gegenwart und die der Zukunft eine wesentliche Rolle. Wir wollen die Teilnehmer alltagstaugliche Innovationen für die ihre Organisation suchen und finden lassen.

„Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.”
(Francis Picabia, Schriftsteller)
In verschiedene Richtungen zu blicken und wahrzunehmen, müssen wir üben und Erfahrungen sammeln.
Die Idee eines Angebots zu systemischer Schul-Innovation ist durch den Wunsch nach Dialog in einer überkomplexen Alltagsbelastung entstanden, die geprägt ist von „Nachbereitungen”. Wir müssen lernen, selbst Handelnde zu werden und Ziele zu setzen, zu kommunizieren, zu erreichen, zu erweitern und zu verändern.
Ziel der Seminare ist es, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern praxisbezogene Innovationsideen und Strategien zu denken, die zur Arbeit in den aktuellen Aufgabenbereichen der Schulleitung zu einer Kompetenz- und Handlungserweiterung führen.
Systemische Führung stellt die Prozesse der Selbstorganisation heraus. In der Praxis heißt die Zielsetzung, eine entwicklungs- und lösungsorientierte Atmosphäre zu schaffen. Freiräume schaffen für Handlungsalternativen, die neue Möglichkeiten für Entscheidungen und Strategien eröffnen.
„Handlungen werden nicht konzipiert als naturale Momente der Welt, sondern als Konstruktionen der Kommunikation.”
(Peter Fuchs, Systemtheoretiker)
Systemisches Denken kann das Instrumentarium einer Führungskraft erweitern und ergänzen.

